911
- Oktober 17th, 2011
911

Porsche 911 Carrera S 2012
Berühmt. Berüchtigt. Zwei Worte, die wohl zu keinem Auto dieser Welt besser passen könnten als zu einem echten Porsche aus der 911er Reihe. Der erste von ihnen erschien 1963 im Rahmen der IAA in Frankfurt. Ferdinand Porsche, ehemals Ingenieur bei Volkswagen und Miterfinder des VW Käfers, gründete 1931 sein eigenes Konstruktionsbüro in einem kleinen Büro in Stuttgart. Der Erfolg des Käfers hatte es heraufbeschworen, dass in Ferdinand Porsche ein Talent zum Entwickeln guter Autos liegt. Der spätere Erfolg des 911 sollte ihm Recht geben.
Nachdem man mit dem 356 in Anlehnung an den Volkswagen Typ 1 erste Fortschritte im Sportwagensegment feiern konnte, setzte man ab sofort nur noch auf Fahrdynamik auf höchstem Niveau. Zwar war der Boxermotor auf der Hinterachse dafür nicht besonders Hilfreich, da das Heck dauernd ausbrechen wollte, doch an diesem Grundkonzept wollte man unbedingt festhalten.
Mittlerweile ist der Boxermotor das Kernstück eines jeden Porsche 911 egal ob im aktuellen 991 oder im 1993 vorgestellten 993. Wer Porsche sagt, sagt Boxer und wer Porsche liebt, liebt Boxer. Ganz einfach.

Porsche 911 Carrera 2012
Und trotz – oder besser: gerade wegen dieser langjährigen Tradition konnte man die Technologie des Boxermotors natürlich über die Jahre immer weiter perfektionieren um schlussendlich in jedem Neuwagen ein ultimatives Aggregat einbauen zu können.
Ebenfalls legendär sind die 911er Baureihen namens GT2 und GT3 mit denen man sich werksseitig im Motorsportsegment unterbrachte. Dabei wird der GT3 weltweit im Langstreckensport oder in eigenen Markenpokalen eingesetzt, was den Mythos 911 weiterhin fördert.
Der etwas größere GT2, von dem 2010 die bisher letzte Version erschien, ist dagegen kaum bis überhaupt nicht im Rennsport vertreten. Die geringere Auflage bei einer höheren Leistungsdichte und noch mehr Schub machen ihn eher zum Schmuckstück als zum verbrauchbaren Sportler. Das führt auch dazu, dass er weniger als Rennwagen eingesetzt wird. Nicht zu vergessen natürlich der deutlich erhöhte Preis gegenüber dem GT3, was die Wahl zwischen den beiden auch immer zur Finanzsache macht.

- Porsche 911 Carrera S 2012
Nun aber wieder zurück zum Grundmodell 911.
In den früheren Ausgaben musste man sich im Innenraum noch mit einer spärlichen Ausstattung zufrieden geben. Heute hingegen glänzt der Allerweltsporsche sowohl durch 14 verschiedene Modellvarianten (Turbo, GT3, Targa…) als auch mit technischer Raffinesse. Ein spaßiges Detail beim 997 GT3 RS sind beispielsweise die Türgriffe aus Gurtmaterial, die den Konstrukteur wie den Designer gleichermaßen stolz machen dürften. Ein solches Detail soll Gewicht sparen und dabei den Sportsgeist der Marke ausstrahlen. Mit diesen Kleinigkeiten, von denen man in fast jedem Porsche mehrere finden kann wird einem die Weltmacht der Sportwagenproduktion immer ein bisschen sympathischer.
Da macht es auch mehr Spaß hunderttausende von Euros für ein weltbekanntes Mobil der Extraklasse auszugeben.