911 GT3 R Hybrid
- Oktober 17th, 2011
911 GT3 R Hybrid
Wer sich nun wundert dass dieses Prachtstück der Automobilentwicklung, das mit vollem Namen ”Porsche 911 GT3 R Hybrid” heißt nicht in der Abteilung der normalen 911er zu finden ist merkt schnell, dass es sich lohnt dieses Modell noch einmal speziell hervor zu heben.
Mit der hybrid angetriebenen Variante des GT3 gelang den Ingenieuren des Porsche Performance Centers der ganz große Coup. In Zusammenarbeit mit dem am Nürburgring ansässigen Manthey Racing Team gelang 2011 beim Sieg des Hybrid-Porsche im 4. Lauf der VLN- Langstreckenserie am Nürburgring der erste Sieg bei einem Langstreckenrennen und einer Motorsportveranstaltung überhaupt.
Mit einem Erfolg beim legendären 24-Stunden-Rennen in der Grünen Hölle hätte man die Ingenieursleistung noch krönen können doch der Plan des Manthey Teams lautete anders. Man brachte 2 Autos an den Start von denen einer der GT3 R Hybrid war. Beide Autos waren mit den gleichen vier Fahrern besetzt. Nach einer Rennzeit von 4 Stunden ließ man allerdings nur das eine Fahrzeug im Rennen, das zurzeit das schnellste war. Der Hybrid wurde also aus dem Rennen genommen und muss nun 1 Jahr auf einen weiteren Einsatz bei den 24 Stunden in der Grünen Hölle warten.
Nichts desto trotz bleibt das Zukunftskonzept, dessen Hybridenergie aus einer Schwungscheibe kommt, das führende Projekt im Porsche-Rennsport. In den nächsten Jahren wird man weiterhin an der Technik feilen, die diesen GT3 noch effizienter macht als alle bisherigen und die Schwungscheibentechnologie mit anderen Innovationen verknüpfen. Bisher greift man auf das einfache Prinzip der Energiespeicherung in rotierenden Massen zurück. Dabei wird das anstelle des Beifahrersitzes eingebaute Schwungrad durch die zurück gewonnene Energie aus dem Bremsvorgang in eine Rotation versetzt. Je höher die Drehzahl und je größer die Masse des Schwungrades, desto größer ist die gespeicherte Energie. Diese kann dann zum Beispiel zu Beschleunigungszwecken ganz einfach wieder an die Antriebsräder abgegeben werden, was den Kraftstoffverbrauch bei gleicher Fahrleistung deutlich reduziert. Allerdings ist die Technik nach der bisherigen Entwicklungszeit wahrscheinlich noch nicht ganz ausgereift und kann in nächster Zeit von den Porscheingenieuren mit weiteren Technologien verbunden werden.
Die konsequente Weiterentwicklung in allen Bereichen ist es nicht zuletzt zu verdanken, dass Porsche heute da steht wo alle anderen hin wollen und in Sachen sportliche Erfolge auf der ganzen Welt zurzeit keine namhafte Konkurrenz hat.