Enzo

Der „Ferrari Enzo Ferrari“ wie das Geschoss mit vollem Namen hießt, ist der Nachfolger der beiden bisherigren F-Modelle aus dem Hause Ferrari. Nach dem F40 von 1987 kam etwa zehn Jahre später der etwas stärkere F50 und im Jahr 2002 nach nur etwa 5 Jahren dann schon der lang ersehnte Enzo. Der umgangssprachlich als F60 bezeichnete Supersportler stellt nun endgültig die Heiligsprechung des Firmengründers Enzo Ferrari dar, der leider im Jahr 1988 verstarb. Außerdem feierte man mit dem Wagen das 60 Jährige Firmenjubiläum, wegen dem der Name F60 auch nicht von ungefähr kommt!

Mit dem Enzo ist den Ferrariingenieuren mal wieder ein technisches Meisterstück gelungen! Angaben wie 660PS und über 350Km/h Spitze lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen und versprechen Formel 1-ähnliche Fahrleistungen. Unter 3,5 Sekunden auf 100 und knapp unter neuneinhalb (!) auf 200 sind seit der Vorstellung des Enzo nur selten von einem Serienfahrzeug übertroffen worden. Wobei „Serienfahrzeug“ eher als Pseudonym gelten sollte, da bei einer Kleinserie von gerade einmal 349 gebauten Exemplaren nicht wirklich von Massenprodukt die Rede sein kann. Dass es noch kleiner geht zeigt aber zum Beispiel der Bruder des Enzo, der FXX, oder der Bugatti Veyron, von denen jeweils unter 30 Stück produziert werden. In Bezug auf den FXX stellt der Ferrari Enzo die aerodynamische Basis und das ist bei der Optik ebenfalls schwer zu übersehen. Die Formel 1-Nase ist bei beiden nahezu gleich ausgeformt, lediglich zu den Seiten wirkt der Enzo deutlich runder als sein noch einmal knapp 140PS stärkerer Bruder. Das Heck des Enzo allerdings ist ein wenig vom F430 abgekupfert, dessen Rückleuchten nahezu baugleich z den Teilen sind, die man vom Enzo wohl am meisten sehen wird, wenn er einem zufällig mal auf der Autobahn begegnet! Technisch wird auf das seit über 50 Jahren bewährte V12 Konzept zurückgegriffen. Das macht den Mittelmotorsportler zwar schwerer als es bei einem 10- oder 8-Zylindermotor der Fall gewesen wäre, stellt aber gleichzeitig mehr Leistung über fast das gesamte Drehzahlband zur Verfügung und gibt ihm bei der Beschleunigung mehr Grip auf die Hinterachse.
Für die Kurvenfahrten wurde wie so oft eine perfekte Abstimmung für das eigens für den Enzo entwickelte Fahrwerk gefunden um ihn nicht nur auf der Start-Ziel-Geraden sondern auf der ganzen Runde einer jeden Rennstrecke schneller als seine Konkurrenz zu machen.
Auch in Sachen Wertsteigerung ist der Enzo einsame Spitze! Ostete er im Verkauf ca. 650 Tausend Euro, so liegt der Wert heute deutlich über einer Million Euro, was ihn nicht nur zur begehrten Geldanlage machte, sondern für einen gut betuchten Sammler das non plus ultra in seiner Garage ausmacht!