California

Die Neuauflage des Ferrari 250 GT Spyder California von 1957, der damals das absolute Topmodell auf der Bühne der Automobilwelt war, kann heute in der Neuausgabe mit stattlichen 460PS glänzen und strahlt die moderne Eleganz eines perfekten Ferrari aus! Der California von damals hatte zwar für frühzeitliche Autoverhältnisse schon – wie für Ferrari üblich – mehr PS als die meisten anderen Autos, kann aber natürlich in Sachen Fahrleistungen nicht auf Augenhöhe mit dem schönsten Roadster des Jahres 2008 mithalten. Der moderne California beschleunigt unter 4 Sekunden auf 100Km/h und ist damit sogar schneller als die meisten Ferrarimodelle, die bisher erschienen sind.

Das Spezialgebiet des 1957er California auf dem er um Längen besser ist als sein Nachfolger ist die Wertsteigerung! 2008 – also zur Zeit der Einführung des neuen Modells – wurde in Maranello ein 50 Jahre altes Exemplar des berühmten 250 GT Spyder California versteigert und erreichte einen Wert von 6,4 Millionen Euro!

Die Designer des Neuen bezogen sich in der Gestaltung des Fahrzeugs stark auf die bekannte und geliebte Linie von früher, doch es wurde trotzdem viel verändert um die Aerodynamik dem heutigen Stand der Technik anzupassen. Neu dabei ist zum Beispiel der Lufteinlass auf der Motorhaube und die ungewöhnlichen übereinander angeordneten 2 Auspuffendrohre auf jeder Seite, die auch nicht einfach rund daher kommen sondern am Ende abgeschrägt sind und damit eine fast ovale Form erhalten. Ob sie zur neuen Linie der Designer aus Maranello gehören werden ist allerdings abzuwarten.
Typische Merkmale für einen Supersportler aus dem berühmten Vorort von Modena sind aber auch wieder ins Programm der Entwicklung des neuen California aufgenommen wurden. Dazu zählen neben dem Diffusor am Heck auch der Keramik Bremsscheibensatz der schon in vielen Ferrarimodellen einen Platz gefunden hat und dem mittig platzierten Drehzahlmesser, den Ferrari mittlerweile schon zum Standard erklärt hat.
Weitere Neuheiten hingegen sind das 7-gang Doppelkupplungsgetriebe, die Direkteinspritzung und der erste 4,3 Liter V8 Front-Mittelmotor mit 485 Newtonmetern. Da der Motor nicht auf sondern hinter der Vorderachse platziert ist wird er nicht als reiner Frontmotor bezeichnet sonder erhält den Beinamen Mittelmotor, der ja für Antriebskonzepte üblich ist, dessen Motor zwischen den Achsen liegt. Aber unabhängig davon ob der Motor nun vor oder hinter der Vorder- oder der Hinterachse oder längs oder quer eingebaut ist bringt es der California auf stolze 310Km/h und ist damit einer der schnellsten Roadster, die es auf der Welt so gibt. Wenn es dann wieder darum geht ein solches Prachtexemplar von Auto auszufahren und an die Grenzen zu treiben wird es zwar neben der Rennstrecke und außerhalb von Deutschland eher schwierig, doch die meisten Ferrarifahrer sind sowieso über 50 Jahre alt und halten nichts von jungen Rasern und übermäßigem rumprollen. Diese Tatsache ist zwar schade aber man kann sie leider nicht ändern solange man nicht selbst etwa 170.000 Euro zu viel auf dem Konto hat.