Rapide

Mit dem Rapide prescht Aston Martin einmal mehr in der Klasse der luxuriösen Viersitzer ganz nach vorne. Der 477 PS starke Familiensupersportler knackt die 100km/h-Marke schon nach 5,3 Sekunden und die ansprechenden Bremsen bringen den Briten noch schneller wieder zum Stehen.
Öffnet man die sog. Schwanenflügeltüren, wie die leicht nach oben schwingenden Türen von Aston Martin genannt werden, blickt man in den bis ins Detail durchdesignten Innenraum Coupes. Dort gibt es eine fülle von Knöpfen und Schaltern – ganz nach dem Geschmack eines James Bond! Ob der Rapide allerdings je ein Bond-Auto wird ist noch offen. Das wuchtige Chassis bringt bei einer Länge von knapp über 5 Metern stolze 1950 Kilogramm auf die Waage und ist deshalb für einen britischen Geheimagenten nicht spritzig genug! Das äußerst dynamische Design lässt zwar Fahreigenschaften eines Supersportlers erahnen, man wird jedoch ein wenig in der Euphorie gedämpft, wenn man enge Kurven und langsame, verwinkelte Passagen durchfährt. Der rapid ist auf solchen Strecken eher zum gemächlichen Cruisen verdammt, da sein langer Radstand und sein hohes Gewicht einem schnell einen Strich durch die Rechnung machen wenn man Kurven mit dem Speed eines Vanquish oder eines Porsche Turbos durchfahren will. Das Level des Panamera, zu dessen Konkurrenten der Rapide ab sofort gehören wird kann er allerdings locker halten!
Doch leider sollte man auch längere Ausflüge besser ohne den Rapide planen, da der Gepäckstauraum bei 4 Insassen mit nur 317 Litern sehr begrenzt ausfällt und die Sitze im Fond für ausgewachsene Männer nicht für genug Platz bieten. Für Kurz- oder Mittelstrecken sind aber auch die Rücksitze angemessen proportioniert. Wer also genug Geld mitbringt und sowieso schon einen Erst-, Zweit oder sogar schon einen Drittwagen zu Hause hat, kann man sich einen Rapide gerne mal zulegen, auch – oder gerade wenn man auch ein oder zwei Kinder zu Hause hat.