Hubraum

Den Begriff Hubraum kennen viele nur aus dem Autoquartett, von welchem man auch weiß, dass möglichst viel Hubraum gut ist, da man damit immer gewinnt. Doch was verbirgt sich hinter diesem für Laien doch recht seltsamen Begriff? Hier ein Erklärungsversuch:
Man betrachte den Arbeitsablauf eines Motors. Der Kolben bewegt sich im Zylinder immer auf- und abwärts. Bei einem normalen Viertaktmotor passiert im Zylinder bei jeder zweiten auf- oder Abwärtsbewegung also dieselbe Aktion. Der Hubraum bezieht sich nur auf den ‘HUB’ des Kolbens. Wir nehmen an, dass der Kolben sich immer um 5 Zentimeter hebt und senkt. Dabei verdängt er bei Hub ein Volumen, dass genau so groß ist wie die Kolbenfläche A mal dem Hub h.
Die Berechnung des Hubraums sieht also wie folgt aus: H = A*h
Das Ergebnis kann dann in mm³ oder in dm³, also Litern angegeben werden. Gleichzeitig gibt diese Angabe an, wie viel neuer Brennstoff (bestehend aus einem Benzin-Luft-Gemisch) in den Zylinder bzw. Motor gesaugt wird. Dadurch erklärt sich auch die Aussage des Autoquartetts, da durch mehr Verbrennungsmaterie auch mehr Leistung entsteht. Das ist in einem solchen Quartett natürlich erstrebenswert und gewinnt daher meistens.
Um Kritikern direkt entgegen zu wirken: Natürlich gibt es viele andere Methoden die Leistung zu steigern, zum Beispiel einen Turbolader, doch über den Hubraum ist die Sache immer noch am anschaulichsten.