ABS

Das Antiblockiersystem eines Autos (oder mittlerweile auch Motorrades) stellt sicher, dass dieses in Situationen von Gefahrenbremsungen noch lenkbar bleibt. Dies funktioniert, indem die bei der Bremsung blockierenden Räder zum Teil wieder freigegeben werden. Solange sich die Vorderräder nämlich drehen, solange kann man als Fahrer noch gezielt in eine Richtung steuern. Bei Autos ohne ABS blockieren bei einer Vollbremsung einfach alle Räder und es kann vorkommen, dass es entweder einfach geradeaus weiterrutscht oder dass es ins Schleudern gerät. Dadurch kann man sicherlich keinem Hindernis ausweichen, das plötzlich auf der Straße erscheint. Mit ABS ist dies seit Ende der 1960er Jahre sehr gut möglich. Damals wurden zwar nur zwei verschiedene Messungen (eine an der Hinterachse und eine an der vorderen), doch für den Anfang eines Sicherheitstechnisch unverzichtbaren Elementes war dies schon ganz ordentlich. Heutzutage gibt es sogenannte 4-Kanal-Systeme, wodurch der Zustand aller vier Reifen separat erfasst wird. Dadurch lässt sich beim modernen ABS auch die Bremskraftverteilung separat für jedes Rad regeln, um einen möglichst kurzen Bremsweg zu gewährleisten.