Geschichte des Automobils
- Januar 7th, 2010
Die Geschichte des Automobils
Es war einmal ein kluger Mann mit Namen Karl Friedrich Benz! Der verdiente sein Geld zuerst in einer Maschinenbaufirma und später in einem Brückenbauunternehmen. Eines Tages erfand er eine Maschine, die die Fortbewegung der Menschen revolutionieren sollte. Der Benz Patent Motorwagen, wie Karl Benz das erste Automobil aus seiner eigenen Werkstatt nannte, wurde schnell zur erfolgreichsten Erfindung des späten 19. Jahrhunderts. Das erste Fahrzeug, das von einem 0,8PS Verbrennungsmotor angetrieben wurde war zunächst ein Dreirad und wurde damals noch von allen Seiten mit Spott überschüttet. Kurze Zeit später war die Erfindung jedoch international als Revolution der Transportwelt erfolgreich und es entwickelte sich in der gesellschaftlichen Oberklasse ein regelrechter Autoboom: Wer im Jahr 1900 etwas auf sich hielt kaufte sich ein Auto!
Immer mehr Hersteller verschiedenster Industriezweige produzierten nun ihre eigenen Autos. Eine solche Entwicklung machte beispielsweise auch Opel durch. Gerade noch eine der erfolgreichsten Nähmaschinenfabriken weltweit, jetzt schon ein renommierter Fahrzeughersteller mit großer Zukunft!
In den Vereinigten Staaten von Amerika schrieb später ein gewisser Henry Ford Geschichte, als er ab 1908 in seiner eigenen Automobilfabrik bei der Produktion des Ford T-Modells einen weiteren Meilenstein setzte. Er perfektionierte das System der Arbeitsteilung. Dieses wurde zwar schon im 18. Jahrhundert von Adam Smith formuliert und durchgesetzt, sollte aber speziell in der Automobilbranche noch einmal einen Boom erfahren, da Autos bis dahin in Handarbeit von wenigen Mitarbeitern gefertigt wurden.
In den Weltkriegen I und II waren weltweit die meisten Fahrzeughersteller in der Kriegsindustrie beschäftigt und vernachlässigten mangels Arbeitskräften und Rohstoffen die „normale“ Autoproduktion.
Auch die Zeit zwischen den Weltkriegen war für die Autowelt hart. Erst hatten die Menschen kein Geld und dann, nach einem kurzen Aufschwung der Wirtschaft, brach selbige am „schwarzen Freitag“ 1929 wieder zusammen.
Erst nach dem Krieg wurde wieder der normale Betrieb aufgenommen und es wurden mehr Fahrzeuge produziert als je zuvor. Sogar hinter dem eiseren Vorhang bauten Marken wie Lada oder Trabant fahrbare Untersätze. Auch der Motorsport wurde immer populärer. Schon 1950 bestritten tollkühne Piloten wie Juan Manuel Fangio oder Rudolf Caracciola wieder Formel 1 Rennen! Schnell entwickelten sich weltweit immer neue Rennserien, die Fans auf der ganzen Welt begeistern sollten.
In den 60er und 70er Jahren rückten Sportlichkeit und Leistung in den Vordergrund der meisten Automobilfans. Die 80er und 90er waren hingegen eher geprägt von Eleganz und Luxus! Mercedes, Ferrari und wie sie alle heißen, konnten die Absatzzahlen in die Höhe treiben, aber auch Familienfahrzeuge wurden stärker vertrieben und enorm vermarktet.
Seitdem man ins neue Jahrtausend gestartet war machten Umweltorganisationen regelrecht Jagd auf Autos indem sie den Mythos einer Klimakatastrophe in die Welt setzten und Automobile als schlimmsten Verursacher darstellten. Auch die Ölreserven auf der Welt werden knapp und es werden Möglichkeiten gesucht, Fahrzeuge mit alternativen, regenerativen Antriebskonzepten anzutreiben. Seit mittlerweile 10 Jahren steht die Autobranche schlecht dar und die Weltwirtschaftskrise von 2008 verschlechterte die Situation zusätzlich.
Seit der Abwrackprämie 2009 stieg der Absatz endlich wieder, 2010 wird aber laut Prognose von Wirtschaftsexperten wieder ein schwieriges Jahr für die Autoindustrie.