Archive for November, 2011

Eine Tragödie nach der Anderen

Im Motorsport wird zur Zeit viel Geschichte geschrieben. Das Jahr neigt sich dem Ende zu und so sind die Tage der Rennserien für das Jahr 2011 gezählt. Doch nicht nur sportlicher Erfolg und Misserfolg liegen nahe beieinander sondern auch Freude und Trauer. Wie vor einigen Wochen berichtet verloren zwei große Männer ihres Sports das Leben, als sie ihrem liebsten Hobby und gleichzeitig ihrem Beruf nachgingen. Dan Wheldon und Marco Simoncelli starben nach Unfällen in der Indycar Serie in den USA bzw. beim Rennen der MOTO GP in Malaysia.
Vor einer Woche dann die nächste traurige Nachricht: Jim McNeil, seineszeichens fünffacher X-Games-Teilnehmer im Freestyle-Motocross und berühmt für gewagte Stunts, starb nach einem Standardtrick. Der Backflip, der ihm zum Verhängnis wurde, ist mittlerweile zum Alltag der Freestyleszene geworden.
Als Nummer 4 auf der Liste der verunglückten Motorsportler muss seit diesem Wochenende auch der argentinische Tourenwagenpilot Guido Falaschi gezählt werden. Nachdem er am Samstag im Training einen neuen Rundenrekord im Autodromo Juan Manuel Fangio nahe Buenos Aires aufgestellt hatte, wurde ihm das Rennen am Sonntag zum Verhängnis. Er kam von der Strecke ab, prallte von einen Reifenstapel zurück auf die Strecke und wurde von weiteren Fahrzeugen getroffen. Die Ärzte versuchten ihn noch wiederzubeleben, doch leider ohne Erfolg.
Die Motorsportwelt trauert um einen weiteren Piloten aus ihren Reihen und hofft, dass die Unglücksserie über den Winter verschwindet.

Ein Auto für den Champion

7 Wochen nach dem Gewinn der zweiten Weltmeisterschaft wird Sebastian Vettel nach dem Grand Prix von Brasilien endlich sein Weltmeisterauto nach Hause bekommen. Dabei wird dem Red Bull Racer lediglich der Motor entnommen, der Rest des Fahrzeugs geht in Vettels Besitz über. Schon zum Gewinn der ersten Weltmeisterschaft im Jahr 2010 bekam Seb sein Weltmeisterauto und ”parkte” es zu Hause. Dietrich Mateschitz – Besitzer und Red Bull Mogul – zollt ihm auf diese Weise den Respekt, den er verdient und lässt sich dieses Geschenk schätzungsweise etwas mehr als eine Million Euro kosten.

Bradl ist Weltmeister

Bradl ist Weltmeister

18 Jahre nach dem letzten deutschen Triumph bei einer Motorradweltmeisterschaft hat es Stefan Bradl aus dem bayerischen Augsburg endlich wieder geschafft einen Titel nach Deutschland zu holen. Im letzten Rennen der Saison hätte ihm schon ein 13. Platz im Abschlussrennen von Valencia gereicht um vor seinem letzten verbliebenen Konkurrenten Marc Marquez zu bleiben. Als aber klar war, dass Marquez wegen einer Verletzung nicht am Rennen teilnehmen würde, war ebenso sicher, dass Bradl schon vor dem Rennen am Sonntag offiziell Weltmeister der Moto 2 ist. Wir sagen HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH SUPER BRADL und gratulieren ihm und seinem Team zum fast schon historischen Erfolg!!
Jetzt bleibt abzuwarten, was das nächste Jahr für die Karriere des Ausnahmepiloten ergibt, und ob sich vielleicht noch ein Engagement in der Königsklasse Moto GP verwirklichen lässt. Wir wünschen jedenfalls Viel Glück auch im nächsten Jahr und hoffen, dass wir noch viele schöne Momente mit dem frischgebackenen Weltmeister erleben dürfen!

Misano wird Simoncelli-Land

Misano wird Simoncelli-Land

Nach dem tragischen Unfall des 250er Weltmeisters von 2008 in Malaysia entschieden die Vertreter des Rundkurses in Misano, dass der Kurs in Zukunft dessen Namen tragen soll. Die Nummer 58 der Moto GP, Marco Simoncelli, der am vorletzten Sonntag beim vorletzten Rennen der Saison schwer gestürzt und von zwei nachfolgenden Fahrern überrollt wurde, erlag noch an der Rennstrecke seinen Verletzungen und verstarb im Alter von nur 24 Jahren.
Heute wurde dann offiziell verkündet, dass der Milano World Circuit nach Marco Simoncelli benannt werden soll, um seine Erinnerung in Ehren zu halten.
Sic, wie seine Fans ihn nannten, ist unweit der Rennstrecke aufgewachsen und drehte auch dort seine ersten Runden auf dem Motorrad. Die Verbindung zur Strecke war ihm zeit seines Lebens ebenfalls immer sehr wichtig, sodass Misano im Rennkalender immer fett und rot angestrichen wurde, um an seinen Heim-Grand-Prix zu erinnern. Hier waren er und seine Fans zu Hause und hier fühlte er sich heimisch. Für seine Fans und vor Allem seine Familie sowie seine Freundin Kate ist der Schritt, die Rennstrecke mit seinem Namen zu schmücken ein großer Vertrauensbeweis und vor Allem ein Statement für den Respekt vor dem Rennfahrer.

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